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Erfolgskonzept “G-Camp” nach Bulgarien und Ungarn exportiert

Donnerstag, 23. Juli 2009 22:45

Halbzeit beim diesjährigen G-Camp der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, das noch bis Sonntag in Friedensau stattfindet. Trotz einer Unterbrechung im Jahr 2008 erweist sich das 15. Campmeeting als erfolgreich und nachahmenswert. Wie die Organisatoren berichten, haben ehemalige Studenten der Theologischen Hochschule Friedensau das Konzept inzwischen über die Landesgrenzen bekannt gemacht. So finden in diesem Jahr zeitgleich mit der Friedensauer Veranstaltung G-Camps in Bulgarien und Ungarn statt.

Die Organisatoren bewerten das schlanker gewordene Treffen insgesamt als Erfolg. „Wenn ich nach den Veranstaltungen über den Marktplatz gehe, reden die Leute darüber, was sie in den Workshops oder in der Arena gehört haben. Sie reden nicht über Fußball, Autos und andere schöne Dinge sondern sind nachwirkend mit den Themen beschäftig“, freut sich der Leiter des Organisationsteams Pastor Willie Schulz und Camp-Managerin Gabi Waldschmidt ergänzt: „Es hat sich gelohnt, nach der einjährigen Unterbrechung am Namen und an dem bewährten Grundkonzept fest zu halten.“ Zurzeit wird in den Entscheidungsgremien darüber nachgedacht, das G-Camp in Friedensau nur alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. Dazwischen solle es zukünftig regionale Camps geben, von denen sich die Veranstalter einen intensiveren Dialog zwischen den Teilnehmern erhoffen. Bei den eingeschworenen G-Camp-Fans stößt dieser Vorschlag allerdings auf wenig Gegenliebe.

In diesem Jahr ist fast ein Drittel der Teilnehmer zwischen 12 und 25 Jahre alt. Campleiter Schulz stellt erstaunt fest, dass „die Jugendlichen ein Mammutprogramm bestreiten. Sie nehmen an den generationsübergreifenden Veranstaltungen teil und erleben zusätzlich noch ab 22 Uhr ihr eigenes Xtra-Youth“, das bis in die frühen Morgenstunden andauert. Alte und junge Leute gehen sich nicht aus dem Weg, alle erleben in dieser Woche eine beinahe familiäre Gemeinsamkeit.“

Obwohl das Camp von den Siebenten-Tags-Adventisten ausgerichtet wird, ist die Teilnahme nicht an die Kirchenzugehörigkeit gebunden. „Unsere Workshops vermitteln praxisbezogenes Wissen und stehen allen Menschen offen, die Ihre Lebensqualität weiter entwickeln möchten“, betont Gabi Waldschmidt. Einige der 33 angebotenen Workshops beschäftigen sich daher auch mit der so genannten “postmodernen“ Gesellschaft, deren Wahrnehmung und Ausdrucksform sich deutlich von der herkömmlichen christlich-abendländischen Denkweise unterscheidet. Die Theologische Hochschule Friedensau stellt sich dieser Herausforderung und hat eigens zur Überwindung dieser Unstimmigkeit unter der Leitung von Dr. Bojan Godina das “Institut für kulturrelevante Kommunikation” eingerichtet.

Die persönliche Begegnung mit Gott steht im Mittelpunkt des G-Camps, zu dem Einzelne, Gruppen und Familien aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen Nachbarstaaten angereist sind. „Wer möchte, kann sich hier ganz ungezwungen durch Gebetsgruppen, Bibelarbeit, Musik und andere geistliche Anregungen in eine motivierende Glaubensgemeinschaft einbringen“, schwärmt “Wiederholungstäterin“ Rita, die schon an mehreren G-Camps in Friedensau teilgenommen hat.

Das G-Camp ist eine offene Motivationsveranstaltung der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. 900 Dauerteilnehmer haben sich für die Zeit vom 20.-26. Juli 2009 für das Camp in Friedensau angemeldet, das unter dem Motto Mut machend – Mut machen ausgerichtet wird. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie über 15,7 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 25 Millionen Gottesdienstbesucher in 201 Ländern der Erde. In der Bundesrepublik Deutschland sind 35.600 Mitglieder in 586 Gemeinden organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.

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Momentaufnahmen vom 2. Tag

Donnerstag, 23. Juli 2009 0:38

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Alle Fotos von Joern Diedrichsen

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Murmeln für die Seele – Gespräche, die verbinden

Mittwoch, 22. Juli 2009 23:41

Über 900 Teilnehmer des G-Camps haben täglich die Möglichkeit sich zwischen 11.30 und 12.30 Uhr in kleinen Gruppen zusammenzufinden. Die sogenannte „Murmelzeit“ bietet Raum einander kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Campleiter Willie Schulz ließ dazu einen Leitfaden austeilen, der als Anregung für die Kleingruppen diente. Unter anderem wurde die Frage gestellt, ob Scheitern ein Tabuthema sei und wie man persönlich damit umgehen könne. Dazu ein Zitat von Arndt Schnepper, Pressesprecher der Freien evangelischen Gemeinde: „Scheitern gehört zu den großen Tabus unsere Gesellschaft“.

Bärbel Rahner und Magdalena Klauß sind der Meinung, man solle „ehrlich und offen miteinander umgehen und Probleme nicht einfach unter den Tisch kehren.“ Sie empfanden „den offenen Austausch in ihrem Kreis“ als „Geschenk und als Bereicherung für ihr Leben“.

Das G-Camp ist eine offene Motivationsveranstaltung der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. 900 Dauerteilnehmer haben sich für die Zeit vom 20.-26. Juli 2009 für das Camp in Friedensau angemeldet, weitere 500 werden zum Wochenende erwartet. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie über 15,7 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 25 Millionen Gottesdienstbesucher in 201 Ländern der Erde. In der Bundesrepublik Deutschland sind 35.600 Mitglieder in 586 Gemeinden organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel. (cl/jw)

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